“Ben­ni” sorg­te für Gesprächs­stoff

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„Ben­ni“ sorg­te für Gesprächs­stoff

Zu unse­rer ers­ten Ver­an­stal­tung am 13.10.2019 im Rah­men unse­res Jubi­lä­ums sind trotz des son­ni­gem Wet­ters vie­le Besu­cher ins Kino Traum­stern nach Lich gekom­men. Das 125 Minu­ten lan­ge Psy­cho­dra­ma Sys­tem­spren­ger sorg­te für regen Gesprächs­stoff. Fast alle Kino­be­su­cher sind nach der Vor­füh­rung auf ihren Plät­zen sit­zen geblie­ben und woll­ten gemein­sam mit unse­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen Susan­ne Funck und Jut­ta Becker (Bera­tungs­zen­trum Lau­bach und Grün­berg) sowie der Schau­spie­le­rin Mela­nie Straub in die anschlie­ßen­de Gesprächs­run­de gehen.

Rea­lis­ti­scher Film – Emo­tio­na­le Gesprächs­run­de

Das rege Inter­es­se der Kino­be­su­cher, an der Gesprächs­run­de nach dem Film teil­zu­neh­men, hat gezeigt, dass vie­le Emo­tio­nen im Rau­me stan­den, wel­che ange­spro­chen wer­den woll­ten. Es kam zum Aus­druck, dass sich vie­le Besu­cher in der einen oder ande­ren Film­rol­le wie­der­ge­fun­den haben; sei es in der als Mut­ter, Jugendamtsmitarbeiter(in) oder als Betreuer(in). Gera­de die Sze­ne, als eine Mit­ar­bei­te­rin des Jugend­am­tes in Trä­nen aus­bricht, da sie nicht mehr wei­ter weiß, konn­ten eini­ge nur zu gut nach­voll­zie­hen. Die Jugend­amts­mit­ar­bei­te­rin hat­te alles Mög­li­che unter­nom­men, um Ben­ni (die neun­jäh­ri­ge Haupt­dar­stel­le­rin) im Rah­men des „Sys­tems“ zu hel­fen. Ein Sys­tem, wel­ches von Kin­dern wie Ben­ni „gesprengt“ wird, weil es Gren­zen hat!

Die­se Gren­zen wur­den im Film ganz deut­lich auf­ge­zeigt und von den Kino­be­su­chern in der anschlie­ßen­den Gesprächs­run­de bestä­tigt. Vie­le von ihnen haben aus ihrer eige­nen beruf­li­chen Lauf­bahn berich­tet und eini­ge sind – wie im Film – an die Gren­zen des „Sys­tems“ und ihrer Belast­bar­keit gekom­men.

Susan­ne Funck mach­te deut­lich, dass das Psy­cho­dra­ma ein äußerst rea­lis­ti­sches Bild abzeich­net. Der Film zeigt kei­ne Fan­ta­si­en, son­dern ist die Rea­li­tät. „Was ich in mei­ner 15 Jah­re lan­gen Heim­erzie­hung erlebt habe, ist, dass die Kin­der ein­fach nur wie­der zurück nach Hau­se wol­len, genau­so wie die neun­jäh­ri­ge Ben­ni aus dem Film“, so Susan­ne Funck. Die Situa­tio­nen im Film sind sehr schwer erträg­lich und aus­zu­hal­ten, so Jut­ta Becker. Schau­spie­le­rin Mela­nie Straub bestä­tig­te die Ein­schät­zun­gen unse­rer Kol­le­gin­nen aus dem Bera­tungs­zen­trum Lau­bach und Grün­berg und erwähn­te, wie hilf­los und ein­ge­schränkt auch sie in ihrer bis­he­ri­gen Lauf­bahn als Phy­sio­the­ra­peu­tin bei sol­chen Fäl­len wie Ben­ni war.

Aber wie kann nun sol­chen Kin­dern gehol­fen wer­den? Die­se Fra­ge wur­de auch von einem Besu­cher gestellt – doch eine Ant­wort hier­zu konn­te nicht gefun­den wer­den.

Gelun­ge­ner Auf­takt

Wir haben uns über das gro­ße Inter­es­se der Zuschau­er an dem Film­ge­spräch sehr gefreut. Anläss­lich unse­res 40-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums war dies ein gelun­ge­ner Auf­takt unse­rer Film­rei­he im Kino Traum­stern. Bis Ende 2020 sol­len wei­te­re Fil­me gezeigt wer­den, wozu wir, der VPsT und das Kino Traum­stern alle Inter­es­sen­ten herz­lich ein­la­den.

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